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EUROPAS ERSTE WASSERSTOFF-TRAM WIRD ENTWICKELT

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Das Chemnitzer Unternehmen HÖRMANN Vehicle Engineering entwickelt gemeinsam mit dem Leipziger Unternehmen HeiterBlick GmbH und dem Chemnitzer Unternehmen Flexiva Automation & Robotik eine einzigartige Innovation: Europas erste Wasserstoff-Brennstoffzellen-betriebene Straßenbahn.


©Hörmann Vehicle Engineering

Den Projektstartschuss erteilte jüngst das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit der Genehmigung des Förderzuschlags. Das Projekt wird im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP 2) mit insgesamt 2,1 Millionen Euro durch das BMVI gefördert. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt. Insgesamt investieren die Unternehmen einen weiteren Millionenbetrag in die Entwicklung sowie Produktion und schaffen 40 neue Arbeitsplätze.

„Mit der Antriebsneuheit erweitern wir erheblich die Nutzungsbereiche der Straßenbahn, reduzieren wesentlich deren Infrastrukturkosten und unterstreichen die Entwicklungskraft Sachsens“, erklärt Samuel Kermelk, Geschäftsführer der Heiterblick GmbH.

Insbesondere in gesellschaftlich herausfordernden Zeiten, wie sie aktuell im Zuge der Pandemie gegeben sei, wolle man den
Wirtschaftsstandort stärken, Arbeitsplätze sichern, Hochschulpartnerschaften generieren und die Wertschöpfung in der Region halten.

„Jede größere Stadt wird aufgrund der klimapolitischen Ziele der Bundesregierung in den nächsten Jahren gezwungen sein, neue Mobilitätslösungen zu finden. Dabei wird die bisherige Infrastruktur schnell an Kapazitätsgrenzen gelangen. Eine schnelle Bereitstellung umweltfreundlicher öffentlicher Verkehrsmittel erfordert ein Umdenken“, erklärt Volkmar Vogel, Vice President Business Development von HÖRMANN Vehicle Engineering.

So werden neu anzulegende Straßenbahnnetze durch Verkehrsunternehmen zunehmend ohne Oberleitung geplant. Für den Wegfall der Bahnstromversorgung spricht unter anderem, dass störende Fahrleitungsmasten und Abspannungen im Luftraum entfallen. Darüber hinaus fallen die Gesamtheit der Bahnstromkabel (Hin- und Rückleitung) sowie die Unterwerke zur Stromversorgung weg. Außerdem bedarf es auch keiner aufwendigen Sicherheitsmaßnahmen, um Nutzer des urbanen Raums gegen Unfälle an den Oberleitungen zu schützen. Da für die Straßenbahn mit Brennstoffzellenantrieb „nur“ Gleise erforderlich sind, kann die Planung und Nutzung des öffentlichen Straßenraums optimiert werden. Langwierige Genehmigungsverfahren sowie Eingriffe in das Eigentum Dritter entfallen.

„Das Vorhaben schafft die Voraussetzungen, um in Europa das erste Anwendungsbeispiel einer innovativen Brennstoffzellenstraßenbahn zeitnah auf die Schiene zu bringen“, betont Frank Salzwedel, Geschäftsführer der Hörmann Vehicle Engineering. Er fügt hinzu: „Durch den Aufbau und den Testbetrieb von Komponenten einer Wasserstoff-Straßenbahn können Prüfstands- und später Felddaten gesammelt und ausgewertet werden, die in eine anschließende Serienentwicklung einfließen sollen.“




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