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RUSSISCHER NUTZFAHRZEUGBAUER STELLT WASSERSTOFF-ELEKTRO-BUS VOR

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Veröffentlicht von KAMAZ PTC in Forschung und Entwicklung · 10 September 2021
Tags: BusWasserstoffBrennstoffzelleÖPNVEmissionsfreiDekarbonisierung
Auf der Comtrans 2021 einer internationalen Nutzfahrzeugausstellung in Moskau wurde kürzlich der neu Wasserstoff-Elektro-Bus KAMAZ-6290 der Öffentlichkeit vorgestellt. Basis ist eine batterieelektrische Version, doch die Wasserstoff-Variante hat deutlich mehr Reichweite.


© KAMAZ


KAMAZ baut seine Modellpalette für innovative Öko Personentransportfahrzeuge weiter aus. In naher Zukunft können Wasserstoffbusse zu einer würdigen Alternative zu Dieselbussen werden, die Ingenieure des Unternehmens haben den ersten Niederflur-Wasserstoff-Elektrobus KAMAZ-6290 entwickelt, um den Anforderungen der Zeit gerecht zu werden.

"Die Konstruktionsdokumentation für den Prototyp des Wasserstoff-Elektrobusses wurde unter Berücksichtigung der technischen Anforderungen für Elektrobusse entwickelt, d.h. der Elektrobus KAMAZ-6282, der nach Moskau geliefert wird, wurde als Basis übernommen," erklärte Andrey Savinkov, stellvertretender Chefdesigner von KAMAZ PTC "Die Vorteile eines Wasserstoff-Elektrobusses liegen auf der Hand - es ist seine Umweltfreundlichkeit und das Fehlen einer Dieselheizung zur Beheizung der Kabine. Darüber hinaus kann der Wasserstoff-Elektrobus im Gegensatz zum Elektrobus, dessen Reichweite nach voller Ladung der Batterien 70 km beträgt, 250 km zurücklegen, wodurch er auch für die Fernkommunikation geeignet ist."

Das Chassis und die Karosserie des Wasserstoff-Elektrobusses wurden von der Tochtergesellschaft des Unternehmens in Baschkirien bei NEFAZ montiert, die Dachausrüstung wurde im wissenschaftlichen und technischen Zentrum von KAMAZ installiert. Die Karosserie besteht aus hochfesten Stählen und sicherem Kunststoff, der in Notsituationen für die nötige Festigkeit und Sicherheit sorgt. Das Gesamtgewicht des Wasserstoff-Elektrobusses KAMAZ-6282 beträgt 19 Tonnen, seine Gesamtabmessungen betragen 12,4x2,55x3,4 m. Die Neuheit arbeitet mit Wasserstoff-Brennstoffzellen und ist mit sechs Tanks zur Speicherung von komprimiertem Wasserstoff ausgestattet. Aus Sicherheitsgründen sind die Tanks auf dem Dach installiert so dass im Falle eines Lecks der Wasserstoff in die Atmosphäre und nicht in die Kabine gelangt.

Die Leistung der Wasserstoffbrennstoffzelle beträgt 45 kW, der Antriebsstrang stammt von der Firma ZF. Der Wasserstoff-Elektrobus ist mit einem modernen pneumatischen Hochleistungsbremssystem mit EBS, ABS, ASR, EPB, einer Neigungshaltefunktion, einer Bewegungsblockierfunktion bei offenen Türen und einem Sensor zur Verschleißüberwachung der Bremsbeläge ausgestattet. Für die Bremsung sorgt auch ein Fahrmotor mit Rekuperationssystem. Die maximale Geschwindigkeit beträgt 80 km/h und die Reichweite je Tankfüllung 250 km. Die Gesamtpassagierkapazität beträgt 80 Personen, es gibt 33 Sitzplätze. Wie der Elektrobus ist auch der neue Wasserstoff-Elektro-Bus für den Betrieb bei Umgebungstemperaturen von -40° bis +40°C angepasst.

"Im Jahr 2022 beabsichtigen wir, einen Prototyp des Wasserstoff-Elektrobusses KAMAZ auf den Straßen Moskaus unter realen Betriebsbedingungen zu testen. Derzeit gibt es eine autonome Wasserstofftankstelle nur in Tschernogolowka bei Moskau, so dass Tests eines Wasserstoff-Elektrobusses an einem anderen Ort unmöglich sind. Die Tests werden im Jahr 2023 abgeschlossen," sagte Andrei Savinkov.

Der Zeitpunkt für die Entwicklung des Wasserstoffbusses passt, denn der russische Premierminister Mikhail Mishustin hat im August 2021 das Konzept für die Entwicklung von Wasserstofftechnologien genehmigt. Das Dokument definiert die Ziele, strategischen Initiativen und Schlüsselmaßnahmen zur Schaffung einer Wasserstoff-Industrie in Russland.

Die Marke Kamaz gehört Rostec, einem der größten russischen Staatsunternehmen. Zu dem Konzern gehören auch im Westen bekannte Marken wie  Lada, Kalashnikov und andere. Etwa ein Drittel der Einnahmen des Unternehmens stammt aus dem Export.




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