Zwei Schweizer Traditionsunternehmen arbeiten an der Zukunft der Mobilität

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Zwei Schweizer Traditionsunternehmen arbeiten an der Zukunft der Mobilität

Veröffentlicht von iwb/fmag in Wirtschaft · 19 April 2020
Tags: WasserkraftWasserstoffMobilitätswendeEnergiewendeIWBFritzMeyerAG
Elektrofahrzeuge haben Zukunft, denn sie sind klimafreundlicher als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Im Gütertransport stehen dem noch Ladezeiten, mangelnde Reichweiten und das Gewicht der Batterien im Weg. Wasserstoff als Antriebsenergie könnte diese Probleme lösen. Angetrieben werden Wasserstofffahrzeuge von Elektromotoren. Der Strom für die Motoren kommt dabei jedoch nicht aus einer schweren Batterie, sondern aus einer Brennstoffzelle, die Wasserstoff in elektrische Energie verwandelt – und dabei nichts als Wasser ausstösst. Einige Kilogramm Wasserstoff ermöglichen so Reichweiten von mehreren hundert Kilometern. Die Technologie ist erprobt – bislang fehlt es jedoch an der Infrastruktur für die Produktion und Verteilung von umweltfreundlichem Wasserstoff.

Wasserstoff-Produktion beim Kraftwerk Birsfelden möglich
In Basel wollen die Energiedienstleisterin IWB und der Mineralölhändler Fritz Meyer AG dem Transportgewerbe und weiteren Interessierten “grünen“ – das heisst aus erneuerbaren Energiequellen erzeugten ­– Wasserstoff bereitstellen. Sie prüfen dazu den Bau eines Elektrolyseurs zur Wasserstoffproduktion beim Wasserkraftwerk Birsfelden. In dieser Anlage wird Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Die dazu notwendige Energie ist Strom aus Wasserkraft und kommt direkt aus dem benachbarten Kraftwerk Birsfelden. Um die Effizienz der Anlage zu steigern, könnte ihre Abwärme als Heizenergie für benachbarte Gebäude genutzt werden. IWB und Fritz Meyer AG haben darum Gespräche über eine mögliche Partnerschaft aufgenommen. Die beiden Unternehmen ergänzen sich ideal: IWB bringt ihr Know-how im Betrieb von Energieproduktionsanlagen ein, die Fritz Meyer AG hat einen direkten Zugang zum grössten Tankstellennetz der Schweiz.

Wasserstoff komplettiert die Elektromobilität
Im Rahmen der Abkehr von fossilen Energieträgern rückt Wasserstoff vermehrt ins Blickfeld. Aus erneuerbarem Strom produziert, ist er ein sauberer und transportabler Energiespeicher. Verbunden mit Abwärmenutzung können gut 80 Prozent der Primärenergie genutzt werden. Insbesondere im Strassenverkehr kann Wasserstoff – als Ergänzung zur batteriegestützten Mobilität – zu einer massiven Reduktion der CO2-Emissionen beitragen. Verschiedene Firmen aus der Mineralölindustrie, dem Transportgewerbe und der Automobilbranche bekundeten in jüngster Zeit Interesse an grünem Wasserstoff als Energieträger. Sie haben einen Förderverein gegründet mit dem Ziel, in der Schweiz ein flächendeckendes Netz an Wasserstofftankstellen aufzubauen. IWB und Fritz Meyer AG wollen hier anknüpfen, und gemeinsam die Produktion und Verteilung von Wasserstoff aus erneuerbarer Energie anbieten. Mit potentiellen Abnehmern in der Industrie, aber auch am Euro-Airport und den Basler Rheinhäfen ist die Region Basel prädestiniert für einen Pilotversuch mit diesem zukunftsträchtigen Energieträger. Für die Entwicklung des Pilotversuchs sind IWB und Fritz Meyer AG auf der Suche nach regionalen Unternehmen, die den Einsatz von grünem Wasserstoff in ihrer strategischen Ausrichtung in Erwägung ziehen.




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