Wasserstofftruck erobert niederländischen Straßen

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Wasserstofftruck erobert niederländischen Straßen

Veröffentlicht von pressebox.de in Wirtschaft · 11 April 2020
Tags: MobilitätswendeH2ShareBREYTNERVDLBrennstoffzelleZeroemission
Der Schwerlast-Truck ist einzigartig in den Benelux-Ländern. Breytner Zero Emission Transport
Zum ersten Mal wird ein LKW in diesem Rahmen und in Kombination mit einer mobilen Tankstelle getestet. Der Start der Vorführungen ist ein großer Schritt voran für die Entwicklung einer emissionsfreien Schwerlast-LKW-Industrie in Nord-Europa und liefert praktische Erfahrungen mit einem Brennstoffzellen-Truck.
Während seines dreimonatigen Einsatzes bei BREYTNER, einem Anbieter für emissionsfreie Transporte, wird der Schwerlast-LKW für Handelslogistik eingesetzt, zum Beispiel für die Belieferung einzelner Verkaufsfilialen und für emissionsfreie Lösungen auf der letzten Meile. BREYTNER hofft, mit dem Test des Fahrzeugs in verschiedenen logistischen Prozessen Antworten darauf beizusteuern, wo ein Wasserstoff-LKW am effizientesten eingesetzt werden kann. Nach seinem Einsatz bei BREYTNER wird der Truck Praxistests bei weiteren Partnern durchlaufen. „Es ist toll, zu den wenigen Logistikern weltweit zu gehören, die einen Wasserstoff-Truck im Alltag erproben können. Das liefert unseren Kunden und uns wertvolle Kenntnisse über emissionsfreie Transportlösungen und es trägt dazu bei, die nächsten Schritte zu einem nachhaltigen Transportwesen zu machen.“ Marie-José Baartmans, BREYTNER. Sechs Stationen in Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Frankreich soll das System, bestehend aus LKW und Wasserstofftankstelle, durchlaufen. Um den LKW an allen Stationen einsetzen zu können, ohne auf stationäre Wasserstofftankstellen angewiesen zu sein, hat Wystrach eine mobile Wasserstofftankstelle mit niedrigem Energiebedarf entwickelt. Diese nutzerfreundliche und offiziell zugelassene Lösung mit ihrem mobilen Konzept und großer Speicherkapazität erlaubt flexible Anwendungsmöglichkeiten. Für den ersten Einsatz kann der LKW zusätzlich in Rhoon/Rotterdam und Helmond betankt werden. „Wir stellen fest, dass die Nachfrage nach einer ganzheitlichen Betrachtung von Mobilitätslösungen kontinuierlich steigt. Hersteller von LKW, Zügen, Bussen und sogar Staplern haben Interesse an wasserstoffbetriebenen Systemen samt Betankungslösung. Das ‚H2-Share’-Projekt ist deshalb ein wichtiges Modellprojekt für diese zukunftsweisenden Anwendungen.“ Wolfgang Wolter, CEO von Wystrach GmbH. Im Logistiksektor wächst das Interesse an emissionsfreien Systemen stark, denn dadurch könnten Umweltfolgen und Emissionen reduziert und die Luftqualität verbessert werden. In Innenstädten kann dies mit batterieelektrischen LKW geschehen. Diese sind jedoch in ihrer Reichweite begrenzt. Für den Schwerlastverkehr mit weiten Fahrtstrecken sind Elektro-Trucks mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb eine emissionsfreie Lösung. In der EU noch nicht kommerziell erhältlich, haben diese Systeme jedoch enormes Potenzial. Dieses Potential will ‚H2-Share’ entfesseln. Ziel von ‚H2-Share’ ist es, die Entwicklung eines Marktes für emissionsfreie Schwerlastfahrzeuge mit Wasserstoffantrieb zu fördern und praktische Erfahrungen in verschiedenen Regionen Nord-West-Europas zu sammeln. ‚H2-Share’ steht für ‚Hydrogen Solutions for Heavy-duty transport Aimed at Reduction of Emissions in North West Europe’. „Derzeit gibt es einige Markthindernisse für den kosteneffizienten Einsatz von Wasserstoff-Fahrzeugen im Schwerlastverkehr. Um eine gute TCO-Bilanz (Total Cost of Ownership) zu erzielen, müssen diese Hindernisse beseitigt werden; der Wasserstoffpreis muss signifikant sinken, die Zahl der Wasserstofftankstellen muss steigen, ebenso das Vertrauen in Brennstoffzellen-Systeme. Innerhalb des ‚H2-Share’-Projekts möchte VDL zusammen mit seinen Partnern zeigen, dass Wasserstoff-Brennstoffzellen-Systeme in Lastfahrzeugen marktreif sind und dass die Zuverlässigkeit bei täglicher Nutzung in der Praxis in Nord-West-Europa gegeben ist. Wir wollen richtungweisend sein bei der Entwicklung eines Massenmarktes für diese Technologie.“ Menno Kleingeld, Managing Director bei VDL ETS. Das ‚H2-Share’-Projekt soll in der Praxis beweisen, dass Wasserstofftechnologie für den Einsatz in Schwerlastanwendungen unter realen Bedingungen geeignet ist und zudem eine Basis schaffen für die Entwicklung einer emissionsfreien Nutzfahrzeugindustrie in Nord-West-Europa. Das Projekt wird von der EU via Interreg NWE mit 1,69 Millionen Euro gefördert und von WaterstofNet koordiniert. WaterstofNet richtet sich seit über einem Jahrzehnt auf die Entwicklung von Wasserstofftechnik in Europa und war verantwortlich für die ersten Projekte mit wasserstoffbetriebenen Entsorgungsfahrzeugen und Schwerlast-LKW in Europa. „Wir als WaterstofNet sehen Wasserstoff in einer wichtigen Rolle für Schwerlast-Anwendungen. Vor über vier Jahren haben wir erste europäische Wasserstoff-Projekte für regionale Akteure entwickelt mit einem Fokus auf Schwerlast-Lösungen. Ziel war es, Praxistests mit industriellen Partnern durchzuführen und praktische Erfahrungen zu gewinnen. Nach erfolgreichen Praxistests mit Entsorgungsfahrzeugen in anderen Projekten, sind wir sehr stolz, am ersten Praxistest dieses LKW in unserer Region innerhalb des H2-Share-Projekts beteiligt zu sein. Wir sind sicher, dass diese Technologie starke Perspektiven für Nord-West-Europa bietet und wir freuen uns auf die nächsten Schritte in diese Richtung.“ Adwin Martens, Director von WaterstofNet. Mit Blick auf Wasserstoff und die derzeitige Covid-19-Pandemie sagt Jorgo Chatzimarkakis, Generalsekretär von Hydrogen Europe: „Europa ist derzeit mit einer unvorhersehbaren Krise konfrontiert. Unsere Wirtschaft wird davon schwer getroffen und Wasserstoff – als eine innovative Technologie – kann eine entscheidende Rolle spielen, wenn es darum geht, einen Plan für die wirtschaftliche Erholung nach Covid-19 zu entwickeln. Noch dazu ist die Technologie in Übereinstimmung mit dem EU Green Deal. Der Praxiseinsatz des H2-Share-Trucks ist ein greifbarer Beweis dafür, dass die Wasserstoff-Brennstoffzellentechnik heute schon startklar ist, diese Rolle zu übernehmen.“

Quelle: pressebox.de



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