Vollgas für die Brennstoffzelle

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Vollgas für die Brennstoffzelle

Vollgas, das Wort ist jetzt oft zu hören, wenn man bei Daimler über Brennstoffzellen spricht. Der Fahrzeugkonzern möchte unbedingt vermeiden, auch bei dieser Zukunftstechnologie ins Hintertreffen zu geraten - so wie es ihm und den anderen deutschen Herstellern bei der Entwicklung der Batteriezelle ergangen war. Nur so ist zu erklären, dass sich gestern eine Nachricht verbreitete, die offenbar selbst die Stadt Esslingen unvorbereitet traf. Von der Entscheidung, auf dem Danfoss-Areal in der Pliensauvorstadt Brennstoffzellen für Lastwagen zu bauen, wisse man nichts, hatte die Pressestelle zunächst verlauten lassen. Umso größer dann die Freude über die Entscheidung. Davon gehe „ein wichtiges Signal für die gesamte Region“ aus, sagte Oberbürgermeister Jürgen Zieger, gerade im „gegenwärtig angespannten wirtschaftlichen Klima“. Daimler will auf dem Gelände in der Pliensauvorstadt in die Serienproduktion für CO2-neutrale Antriebsaggregate einsteigen, denen gerade im Fernverkehr eine große Zukunft vorausgesagt wird. Elektromotoren mit ihren schweren Batteriespeichern eignen sich dafür eher nicht. Brennstoffzellen gewinnen Energie aus der Umwandlung von Wasserstoff in Strom. Der Herstellungsprozess solcher Triebwerke ist kompliziert und daher aufwendig. Dafür braucht es Präzisionswerkzeuge, Sauberräume und nicht zuletzt qualifiziertes Personal.
Im Laufe des nächsten Jahres sollen in einem ersten Schritt 50 bis 100 Beschäftigte in die Produktion einsteigen, darunter viele Ingenieure. Bislang waren die Spezialisten für Brennstoffzellen in Untertürkheim angesiedelt. Im Laufe der nächsten Jahre sollen dann etwa 250 Mitarbeiter im neuen Werk auf dem Danfoss-Areal tätig sein. Auch Volvo, ebenfalls ein großer Lkw-Hersteller, soll später mit von Partie sein. Die Manager der beiden Unternehmen haben vereinbart, bei der Brennstoffzellen-Technologie gemeinsame Sache zu machen. Ein Entwicklungszentrum für Wasserstoffantriebe unterhält Daimler auch in Nabern. Daran soll sich nichts ändern, wie eine Sprecherin gestern versicherte. Die Entscheidung zum Einstieg in die Produktion von Brennstoffzellen fiel offenbar recht kurzfristig. Bislang hatte es immer geheißen, Daimler wolle in der Pliensauvorstadt Werkzeuge für den Schmiede-, Presserei- und Gießereibetrieb produzieren. Ob die alten Pläne damit hinfällig sind, dazu wollte sich Daimler nicht äußern.




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