Startup will Wasserstofffahrzeuge in Australien bauen

Blog

Spendenbutton Paypal
Kontakt       Impressum
Spendenbutton Paypal
Kontakt       Impressum
Spendenbutton Paypal
Kontakt       Impressum
Direkt zum Seiteninhalt

Startup will Wasserstofffahrzeuge in Australien bauen

Das australische Startup H2X plant eine Reihe von lokal produzierten Brennstoffzellen-Fahrzeugen.
Erstes Projekt des neu gegründeten Unternehmens aus New South Wales ist ein H2-SUV namens Snowy, dessen Einführung für 2022 angestrebt wird. Zu dem Snowy, benannt nach dem Wasserkraftwerksprojekt Snowy Mountains, veröffentlichte das Unternehmen bereits ein Rendering. Daneben plant H2X weitere mit Wasserstoff betriebene Fahrzeugtypen wie ein Taxi und auch einen Traktor. Bis zum Jahr 2025 will H2X 5.000 Mitarbeiter beschäftigen und 20.000 bis 25.000 Fahrzeuge produzieren. Für das erste Jahr sind bereits 3.700 Fahrzeuge angepeilt. Hinter dem Unternehmen stehen australischen Medien zufolge zwei Konzerne, die Elvin Group und Denzo Limited. Denzo ist an verschiedenen Energie- und Wasserstoffprojekten beteiligt. Die Interessen der Elvin Group sind anders begründet: Das Unternehmen ist einer der größten Betonproduzenten Australiens und will unter anderem seine Transportketten emissionsfrei gestalten. Elvin arbeitet laut der H2X-Mitteilung aber auch an einem in Australien entwickelten Elektrolyseur, der noch in diesem Jahr in Betrieb gehen soll.

Erfahrene Mitarbeiter der Autobranche beleben Autoindustrie
Für das Management wurden erfahrene Automanager engagiert. So arbeitete CEO Brendan Norman unter anderem für Audi, VW und BMW. Peter Zienau als Verantwortlicher für den Antriebsstrang hat an den Elektro- und Hybridprogrammen von GM und Saab gearbeitet, während CTO Ian Thompson für Marken wie Lotus, Volvo, Opel, Aston Martin und Tesla gearbeitet hat. Das Werk soll in Port Kembla in New South Wales entstehen, da es laut H2X dort die Nähe zu lokalen Lieferanten, aber auch einen Hafen gibt, den Autotransporter anlaufen können. „Wir haben bereits erhebliche Mittel um Fahrzeuge zu entwickeln, und auf den Markt zu bringen“, sagte Norman gegenüber dem Portal „The Driven“. „Mit der Entwicklung der erneuerbaren-Energie-Projekte in Australien haben wir derzeit die einmalige Gelegenheit, auch einen bedeutenden Industriezweig wieder zurück ins Land zu bringen. “Seitdem General Motors die Produktion von Autos der australischen Marke Holden 2017 eingestellt hatte (auch Toyota und Ford hatten ihre lokalen Werke zuvor geschlossen), werden in Australien keine Autos mehr gebaut. Sollte H2X seine Pläne umsetzen können, würde das einen (elektrischen) Neustart der australischen Auto-Industrie bedeuten.

Kosten und Zeitrahmen im Blick
Zunächst sollen 80 Prozent des Fahrzeuges in Australien gebaut werden, heißt es seitens H2X. Die restlichen 20 Prozent werden zum Teil auch aus deutscher Technologie bestehen: Die Brennstoffzellen sollen von ElringKlinger zugeliefert werden. Kern des Fahrzeugs soll ein in Asien vormontiertes Chassis werden, auf welches dann die in Australien gefertigte Karosserie aufgesetzt wird. Mit der vorgefertigten Architektur will H2X die Entwicklungskosten gering halten und auch die Entwicklungszeit reduzieren, um das Fahrzeug früher auf den Markt bringen zu können.
Wasserstoff SUV
Für den Snowy werden in australischen Medien bereits erste technische Daten genannt. So soll das E-SUV über einen 190 kW starken Elektromotor an der Vorderachse verfügen und in 6,9 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen können. Die Brennstoffzelle von ElringKlinger soll 60 kW leisten und von einem 5 Kilogramm fassenden Wasserstofftank versorgt werden, die NEFZ-Reichweite gibt H2X mit 650 Kilometern an. Zudem sollen die Fahrzeuge von H2X über einen Superkondensator verfügen, der von Skeleton Tech zugeliefert wird. Über den Superkondensator soll beim Bremsen gewonnene Energie effizient zwischengespeichert werden. Als weitere Innovation wird die „Suspension Energy Capture“ genannt. Das System ist eine regenerative Federung, welche die Bewegungsenergie des Fahrwerks in elektrische Energie umwandelt. Details hierzu nennt das Unternehmen jedoch noch nicht.







Zurück zum Seiteninhalt