Daimler-Tochter Fuso zeigt Studie des eCanter F-CELL

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Daimler-Tochter Fuso zeigt Studie des eCanter F-CELL

Veröffentlicht von Administrator in Wirtschaft · 28 März 2020
Tags: BrennnstoffzelleLKWWasserstoffZeroemissionMobilitätswende
Als ersten Vorboten hat der zum Daimler-Konzern gehörende japanische Nutzfahrzeug-Hersteller das Konzept des eCanter F-CELL vorgestellt.
Schon vor einigen Monaten machte Daimler Trucks & Buses deutlich, sein Angebot bis Ende des Jahrzehnts um wasserstoffbetriebene Serienfahrzeuge ergänzen zu wollen. Die japanische Tochter kündigt nun an, die Entwicklung dieser Fahrzeuggattung federführend in die Hand nehmen zu wollen. „Sowohl batteriebetriebene als auch Brennstoffzellen-Fahrzeuge haben ihre jeweiligen Vorteile, je nachdem, wie der Kunde sie einsetzt – und die beiden Varianten werden sich ergänzen, um den immer vielfältiger werdenden Transportbedarf zu decken“, äußert MFTBC in einer Pressemitteilung.
Einen Ausblick auf künftige wasserstoffbetriebene Nutzfahrzeuge lieferte MFTBC bereits im vergangenen Oktober mit dem „Vision F-Cell“ auf der Tokyo Fuso eCanter F-CellMotor Show.
Die nun im japanischen Kawasaki präsentierte Studie namens eCanter F-CELL stellt eine Weiterentwicklung dieses leichten Lkw-Prototyps dar. Auch bei dieser handelt es sich um ein leichtes Nutzfahrzeug; die Reichweite liegt laut MFTBC bei 300 Kilometern, die Betankungszeit bei weniger als zehn Minuten. Das sind zurzeit alle Daten, die die Japaner publik machen.
Was alternative Antriebe angeht, ist die Daimler-Tochter bisher vor allem für den Batterie-elektrischen Fuso eCanter bekannt. 2017 kam der in Kleinserie gefertigte vollelektrische 7,5-Tonnen-Kleinlaster erstmals zu ausgewählten Kunden. Inzwischen sind einer aktuellen Mitteilung der Japaner zufolge weltweit 150 Exemplare im Einsatz. Auch beim zweiten elektrischen Daimler-Nutzfahrzeug in der Kundenerprobung, dem Mercedes eActros, ist noch keine Großserienfertigung vorgesehen. Lange will Daimler aber nicht mehr zögern: Die ersten E-Lkw in Großserie sollen 2022 kommen. Und analog zum Pkw-Bereich will die Nutzfahrzeug-Sparte dann bis 2039 eine CO2-neutrale Flotte in den Handel bringen – wobei dieses Ziel auf die Hauptabsatzregionen Europa, USA und Japan beschränkt bleibt.
Um die Elektrifizierung im Nutzfahrzeugbereich voranzutreiben, gründete Daimler 2018 eine interne Forschungs- und Entwicklungsorganisation namens Electric Mobility Group.
MFTBC arbeitet unter dem Dach dieser Gruppe nach eigenen Angaben „an künftigen Elektromodellen für alle Fuso-Lkw- und -Bussegmente“. Außerdem sei die nächste Generation des eCanters in Arbeit. MFTBC-Chef Hartmut Schick attestiert seinem Unternehmen „eine führende Rolle bei der Realisierung der Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen“. Um die Vision einer CO2-neutralen Transportindustrie zu verwirklichen, seien aber auch Subventionen für Elektrofahrzeuge und Ladegeräte essenziell. Ähnlich hatte sich kürzlich Daimler-Truck-Chef Martin Daum geäußert. Alternative Antriebe in Lkw werden in seinen Augen keine Selbstläufer. Da den sehr auf die Total Cost of Ownership bedachten Kunden bei E-Lkw (egal ob mit Batterie oder Brennstoffzelle) Mehrkosten entstehen, sei staatliche Unterstützung notwendig. „Auch im Jahr 2040 werden trotz aller Anstrengungen auf Herstellerseite die Anschaffungs- und Gesamtbetriebskosten von Lkw und Bussen mit Elektroantrieb noch höher liegen als bei Dieselfahrzeugen“, so Daum. „Wir brauchen deshalb staatliche Lenkungseingriffe, um lokal CO2-neutrale Lkw und Busse wettbewerbsfähig zu machen.“



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