Wasserstoff im Nahverkehr - H2Mobilitaet

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Wasserstoff-Brennstoffzellen Fahrzeuge im ÖPNV

Auch im bereich des Öffentlichen Nahverkehrs gibt es bereits Busse und Züge verschiedener Hersteller die mit der Wasserstoff-Brennstoffzellen Technologie betrieben werden. Diese Technologie bietet sich hier vor allem wegen der vielen Kilometer die die Fahrzeuge täglich zurücklegen an. Ein weiterer Vorteil ist das schnellere Tanken gegenüber der langen Ladezeiten von Akkus, wodurch die Fahrzeuge ständig verfügbar sind. Ausserdem hat die Technik ein geringeres Gewicht da große schwere Akkus entfallen.

Wasserstoffzüge (Hydrail)

Coradia iLint aus dem Hause Alstom
Coradia iLint von Alstom

Am 11. Juli 2018 erhielt der iLint die Zulassung für den kommerziellen Fahrgasteinsatz in Deutschland. Dieser begann am 17. September 2018 bei den EVB auf der Strecke Buxtehude–Bremerhaven–Cuxhaven. Es handelt sich um den weltweit ersten Einsatz eines wasserstoffgetriebenen Zugs im regulären Linienbetrieb. Im Februar 2019 fand im Rahmen des Projekts h2-Well eine Testfahrt auf der Strecke Rottenbach–Katzhütte in Thüringen statt. Diese war Teil einer Machbarkeitsstudie zum klimaneutralen Bahnbetrieb, der zum Fahrplanwechsel 2021 für diese Strecke geplant ist. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022 sollen 27 Brennstoffzellenzüge auf vier Linien im Taunus die bisherigen Dieselfahrzeuge ersetzen.
Bild: Pixabay.com
Flirt H2 aus dem hause Stadler
Erster Wasserstoff betriebener Zug für die USA von Stadler

Der Zughersteller Stadler ist von San Bernardino County Transportation Authority (SBCTA) mit der Entwicklung und Lieferung eines mit Wasserstoff angetriebenen Zuges vom Typ FLIRT beauftragt worden. Dieser soll im Süden Kaliforniens, in San Bernardino County, verkehren. Der erste FLIRT H2 soll ab dem Jahr 2024 im Fahrgastbetrieb eingesetzt werden. Der Zug bietet 130 Passagieren einen Sitzplatz und ist mit großzügigen Stehmöglichkeiten ausgestattet. Die Höchstgeschwindigkeit soll 130 Km/h betragen (79 mph).
Bild:stadlerrail.com
Projekt Zillertalbahn2020+
Österreich plant Wasserstoffbahnen im Zillertal

Mit dem Projekt "H2 Zillertalbahn2020+" bekommt Österreich ab 2023 seine ersten Wasserstoffzüge. Die Wasserstoffzüge werden im Zillertal zwischen Jenbach und Mayrhofen fahren und auf einer 45-Minuten-Fahrt durch 18 Stationen rund 450 Fahrgäste transportieren. Produziert werden die Fahrzeuge vom Schweizer Hersteller Stadler Rail. Sie werden die derzeit im Einsatz befindlichen Dieselzüge ersetzen und nicht nur leiser sein, sondern mit Hilfe von grünen Wasserstoff CO2-neutral fahren. Im Vergleich zu den Dieselzügen können so mehr als 2.000 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr eingespart werden. Der nötige Wasserstoff soll vor Ort aus erneuerbaren Energien produziert werden.
Bild: Zillertalbahn.at

Wasserstoffbusse

Mercedes Citaro F-Cell Hybrid
Mercedes-Benz Citaro FuelCELL-Hybrid

Der O 530 BZH besitzt einen seriellen Hybridantrieb. Der Antrieb erfolgt dabei über zwei elektrische Radnabenmotoren an der Hinterachse, die jeweils 80 kW leisten. Kernstück ist die aus zwei Modulen bestehende Brennstoffzelle mit einer Gesamtleistung von 120 kW. Der bis zu 35 Kilogramm große Wasserstoffvorrat wird in sieben auf der vorderen Dachhälfte befindlichen 350-bar-Druckgastanks gespeichert. Die Reichweite liegt bei rund 250 Kilometern. Zugelassen ist der Citaro BZH für die Beförderung von 76 Fahrgästen. Mit einer Serienreife des Brennstoffzellenhybridbusses wurde bei Daimler im Jahr 2015 gerechnet. Bis dahin sollten mit den 31 Vorserieneinheiten weitere Erfahrungen gesammelt werden. Mit Stand November 2019 wird jedoch erst mit einer Serienführung im Jahr 2022 gerechnet.
Bild: mercedes-benz-bus.com
Solaris Urbino 12 Hydrogen
Solaris Urbino 12 hydrogen

Der Urbino 12 hydrogen ist der erste Brennstoffzellen-Bus des Polnischen Herstellers Solaris. Der Bus verfügen über eine 70 kW starke Brennstoffzelle und mehrere Batterien. Die Akkus werden entweder beim Bremsen per Rekuperation, mittels der Brennstoffzelle oder per Stecker geladen. Sollte der Wasserstoff zur Neige gehen, kann der Urbino 12 hydrogen also auch an einer Ladestation mit neuer Energie versorgt werden. Angetrieben wird der Bus von einer Achse mit zwei integrierten Elektromotoren, die jeweils 110 kW leisten. Solaris gibt die Reichweite mit garantierten 350 Kilometern an.
Bild: solarisbus.com
Caetano H2.City Gold
Caetano H2.City Gold

Der H2.City Gold ist ein Brennstoffzellen Bus des Portugisischen Herstellers Caetanobus bei dem die Brennstoffzellentechnik von Toyota stammt und der E-Motor von Siemens. Er kann als 2 oder 3 türer ausgeliefert werden und besitzt eine Fahrgastkapazität von 64 bzw. 87 Passagieren.Die Reichweite liegt bei bis zu 400 Km. Die 37,5Kg Wasserstoff im Tank sind in unter 9 Minuten getankt.
Bild: caetanobus.pt
VanHool A330 fuel Cell Europa
VanHool A330 Fuel-Cell Europa

Dank der Erfahrung mit Brennstoffzellenbusse für den amerikanischen Markt hat Van Hool den ersten europäischen Hybrid-Brennstoffzellenbus mit der gleichen Fahrgastkapazität wie ein Dieselbus und mit allem modernen Komfort entwickelt. Tests in ganz Europa haben die Zuverlässigkeit dieser neuen Technologie bewiesen. Er hat 36 Sitzplätze und 30 Stehplätze. Die Reichweite je Tankfüllung (ca.30Kg Wasserstoff) ist mit ca 300 Km angegeben.

Bild: vanhool.be
Toyota Sora
Toyota Sora

Der Toyota Sora, dessen Modellname sich von den natürlichen Elementen eines Wasserkreislaufs (Sky, Ocean, River und Air) ableitet, verkörpert die Vision eines umweltfreundlichen Busses für Mensch und Umwelt. Es wird das Toyota Brennstoffzellensystem, das bereits in der Limousine Mirai zum Einsatz kommt, verbaut. Er stößt während der Fahrt weder CO2 noch andere Schadstoffe aus. Bei der Umwandlung von Wasserstoff in elektrische Energie entsteht lediglich Wasserdampf. Die Serienversion wird bereits seit 2018 produziert, im Vorfeld der Olympischen und Paralympischen Spiele 2020 sollen mehr als 100 Brennstoffzellenbusse im Großraum Tokio unterwegs sein. Der Bus verfügt über 22 Sitz- und 56 Stehplätze. Die Reichweite wird mit 200 Km je Tankfüllung angegeben.
Bild: toyota.co.jp
Optare Metrodecker H2
Optare Metrodecker H2

Der Metrodecker H2 des britischen Herstellers Optare wird in Cooperation mit Arcola Energy produziert und soll bereits ab 2021 auf britischen Strassen unterwegs sein. Er wird auf der bereits erprobten Elektro-Plattform gebaut, die Brennstoffzellentechnik liefert Arcola Energy. Die Reichweite wird bei ca. 320 Km haben (200 Meilen) je Tankfüllung liegen. Es wird Platz für ca. 90+ Passagiere geben.
Bild: optare.com
VanHool Exqui.city18 FuelCell / Exqui.city24 FuelCell
VanHool Exqui.city18 FuelCell / Exqui.city24 FuelCell

Den VanHool Exqui.city18 FuelCell gibt es als 18 und 24 Meter Bus mit Brennstoffzellenantrieb. Es passen bis zu 125 Fahrgäste in den kürzeren der beiden Modelle, insgesamt stehen 46 Sitzplätze zur Verfügung, vier davon jedoch mit umklappbaren Sitzflächen. Die Reichweite liegt bei mehr als 300 Km je Tankfüllung. Über die Langversion ist noch nicht viel bekannt.

Bild: vanhool.be
VanHool Exqui.city18 FuelCell / Exqui.city24 FuelCell
Hyundai Elec City Fuel Cell

Hyundai stellte seine Brennstoffzellenbusse erstmals für den täglichen Betrieb während der Olympischen Winterspiele 2018 in PyeongChang vor. Seitdem liefert das Unternehmen die Busse in die großen Städte Koreas – Busan, Changwon und Ulsan. Ab 2021 kommen die Brennstoffzellenbusse von Hyundai auch am Flughafen Incheon (Südkorea) zum Einsatz. Es werden 27+1 Sitzplätze geboten, die Fahrzeuge sind fast baugleich mit dem Elec City mit Akkutechnik.
Bild: Greencarcongress.com
Safra Businova H2
Safra Businova H2

Der Businova H2 stammt aus der ursprünglichen Architektur, die SAFRA seit 2011 entwickelt und zugelassen hat. Unter Beibehaltung der gesamten Fahrzeugarchitektur (Fahrgastraum, Fahrgestell, Deck, mechanische Organe, Batterien, Elektroarchitektur) hat SAFRA ein Wasserstoffsystem an der ursprünglichen 250 kW elektrischen Antriebskette angepasst, das mit einem 132 kWh Lithium-Ionen-Batteriepaket betrieben wird. Die von Symbiogelieferte 30 kW-Brennstoffzelle mit einer Wasserstoffspeicherung von 30 kg bei 350 bar bietet eine Reichweite von über 350 km. Die Entwicklungen sind daher minimal und ermöglichen es, eine hohe Passagierkapazität zu erhalten und gleichzeitig das innovative und attraktive Design des Businova zu erhalten. Das Betanken Dauert Etwa 15 min, je nach ausführung werden bis zu 100 Sitz und Stehplätze geboten, es gibt den Businova in 9, 10,5 und 12 Meter Ausführung.
Bild: businova.com
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